Anti-Aging – Geistig und körperlich fit ein hohes Lebensalter erreichen

Ein hohes Maß an Vitalität, Energie und Tatkraft sind in jeder Lebensphase und für jeden Menschen ein wichtiger Baustein für ein glückliches und erfülltes Leben. Wer Tag für Tag vital und voller Energie ist, fühlt sich nicht nur wohl, ist ausgeglichen und gesund, sondern wirkt auch auf seine Umwelt und seine Mitmenschen jung und dynamisch. Aber wie schafft man es, trotz des alltäglichen Stresses seine Vitalität und seine Tatkraft zu erhalten und zu fördern? Und wie trotzt man am besten den natürlichen Alterungserscheinungen?

Dies ist alles andere als leicht, denn alltägliche Hektik und immer wieder auftretender Stress, schlechte Ernährungsgewohnheiten oder auch Schadstoffe und Störfaktoren aus der Umwelt wie z.B. Lärm und Abgase beeinflussen die Energieproduktion des Organismus und damit die Vitalität des Menschen negativ. Zudem nimmt bereits ab dem 30. Lebensjahr das natürliche Aktivitätsniveau beim Menschen ab und körperliche und geistige Alterungsprozesse setzen ein. Hierdurch kann es dann dazu kommen, dass im Körper ein Mangel an Vitalstoffen entsteht. Aber gerade diese sind so wichtig für das eigene Wohlbefinden und die Gesundheit. Dieses Defizit gilt es individuell auszugleichen, um möglichen Mangelerscheinungen entgegenzuwirken. Hier können in vielen Fällen gezielte Anti-Aging-Maßnahmen helfen, welche die eigene Vitalität und das tagtägliche Wohlbefinden nachhaltig erhalten und fördern. Anti-Aging ist dabei ein Oberbegriff für alle Maßnahmen, die das Ziel verfolgen, die körperliche und geistige Lebensqualität eines Menschen auch im Alter optimal zu erhalten. Hierdurch soll das natürliche biologische Altern möglichst lange hinausgezögert und somit im Idealfall die Lebensdauer verlängert werden.

Wie kommt es zu Alterungserscheinungen?

Die Forschung zum Thema „Alterung“ geht heutzutage davon aus, dass der Prozess des körperlichen Alterns durch eine ganze Reihe von Faktoren bedingt ist, von denen sich zwar nicht alle, aber immerhin einige beeinflussen lassen.

Individueller Lebensstil und Umwelteinflüsse: Einerseits beeinflussen der individuelle Lebensstil und die speziellen Umweltbedingungen, denen jeder Mensch auf unterschiedliche Art und Weise ausgesetzt ist, den Prozess des Alterns. Dabei können diese die Alterung sowohl verzögern als im umgekehrten Fall aber auch beschleunigen. Negative Auswirkungen auf den Alterungsprozess haben unter anderem Nikotin, Alkohol, schlechte Ernährung, zu wenig Schlaf, Übergewicht, Stress oder auch Lärm und Umweltverschmutzung.

Hormonelles Altern: Im Laufe des Lebens sinkt die körpereigene Produktion von unterschiedlichen Hormonen, was als eine entscheidende Ursache für den Alterungsprozess und die Entstehung verschiedener Krankheiten wie z.B. Demenz oder Arthrose angesehen wird.

Biochemisches Altern: Bei der biochemischen Alterung spielen vor allem so genannte „freie Radikale“ die zentrale Rolle. Sie entstehen durch ganz normale Stoffwechselaktivitäten des Körpers und gelten als potenziell zellschädigend. Nach Ansicht einiger Forscher können sie etwa durch die Zufuhr von bestimmten Vitaminen, Selen oder Liponsäure zumindest in Teilen unschädlich gemacht werden, was sich dann – so die Annahme der Forscher – positiv auf den Prozess des Alterns auswirken kann. Auf freie Radikale und Antioxidanzien, mit denen man ihrer Wirkung entgegentreten kann, soll im nächsten Abschnitt nun noch etwas näher eingegangen werden.

Der Zusammenhang zwischen freien Radikalen und dem Altern der Körperzellen

Das Immunsystem produziert freie Radikale und benötigt dese, um Bakterien und Viren zu zerstören. Freie Radikale entstehen dabei durch das Atmen, das Essen, durch Bewegung – also durch viele der ganz alltäglichen Stoffwechsel- und Funktionsprozesse des menschlichen Körpers. Freie Radikale sind „unvollständige“ Moleküle, welche instabil sind, weil sie ein freies, das heißt nicht automatisch mit einem anderen Elektron verbundenes, Elektron besitzen. Sie reagieren daher leicht mit benachbarten Molekülen, indem sie diesen quasi ein Elektron „stehlen“. Das Molekül, welches dabei ein Elektron abgenommen bekommt, wird gewöhnlicherweise beschädigt. Außerdem wird das Molekül, dem das Elektron entzogen wurde, seinerseits zum freien Radikal. Hierdurch wird letztlich eine Form der Kettenreaktion gestartet. In diesem Zusammenhang ist es nun äußerst wichtig, diese Reaktionskette der freien Radikalen zu kontrollieren. Als „oxidativer Stress“ wird dabei der Prozess bezeichnet, wenn freie Sauerstoffradikale beginnen, dem Körper zu schaden. Ein Anzeichen in diesem Fall ist die Hautalterung. Schon ab dem Alter von etwa 25 Jahren setzt diese bei den meisten Menschen ein. Falten entstehen, weil die Erneuerung von Zellen mit den Jahren immer mehr nachlässt. Die Haut wird so zunehmend weniger elastisch, was unter anderem auch mit dem Abbau von Kollagen in den Hautschichten zusammenhängt. Zudem schädigt auch UV-Licht die menschliche Haut, denn es bewirkt seinerseits ebenfalls die Bildung von freien Radikalen, welche die Hautzellen weiter beschädigen, so dass diese absterben. Weitere Folgeerscheinungen und Krankheiten, die mit Schädigungen im Körper durch vorhandene freie Radikale in Verbindung gebracht werden sind beispielsweise
– arthritische Gewebeschäden,
– Allergien und Überempfindlichkeiten,
– Darmerkrankungen,
– Herz-Kreislauf-Erkrankungen,
– Komplikationen bei Diabetes Mellitus,
– Leberschäden sowie
– der generelle Alterungsprozess.

Empfehlungen zur Aufrechterhaltung von Vitalität und Wohlbefinden bis ins hohe Alter

Nachfolgend haben wir einige hilfreiche Tipps und Ratschläge zusammengefasst, wie Sie am ehesten die eigene Vitalität nachhaltig bis ins höhere Alter fördern können.

Bewegung und Sport halten jung: Wichtig ist eine insgesamt gesunde Lebensweise. Achten Sie auf regelmäßige Bewegung und/oder sportliche Aktivitäten. Sport entlastet und entspannt die Muskulatur, beeinflusst das Herz-Kreislauf-System positiv, beugt unterschiedlichsten Krankheiten vor und hilft dem Körper insgesamt, einen Ausgleich zum stressigen Alltag zu finden. Denken Sie dabei aber daran: Wenn Sie viel Sport machen, sollten Sie entsprechend mehr Antioxidanzien zu sich nehmen als im Fall ohne diese zusätzliche Anstrengungen.

Antioxidanzien als Helfer gegen freie Radikale: Um den negativen Folgen der Bildung freier Radikale zu begegnen, sind Antioxidanzien von entscheidender Bedeutung. Durch sie lassen sich freie Radikale in „harmlose“ Moleküle umwandeln. Antioxidanzien sind also Substanzen, die den Oxidationsvorgang verhindern oder zumindest verlangsamen. Während freie Radikale zur Oxidation führen, wirken Antioxidanzien diesem (schädlichen) Vorgang entgegen. Antioxidanzien arbeiten dabei so, dass sie einem freien Radikal ein Elektron abgeben, damit dieses zu einem stabilen Sauerstoffmolekül werden kann. Zu den wirkungsvollsten Antioxidanzien, die die Natur kennt, zählen
– Pflanzenwirkstoffe wie z.B. Grüner Tee, Karotinoide, Curcumin u.a.,
– spezielle Früchte wie Goji-/Maqui-/Acai-Beeren, Acerola oder Weintraubenkernextrakt,
– Aminosäuren wie etwa L-Carnosine,
– B-Vitamine, Vitamin E und Vitamin C,
– Spurenelemente wie z.B. Selen sowie
– Fettsäuren wie Omega-3 oder spezielle Öle.
– Insbesondere Folsäure, ein Vitamin der B-Gruppe, zeigt bei mehreren Studien eine gute Wirkung gegen Kreislauferkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall (vgl Schnyder u.a.: Effect of Homocysteine-Lowering Therapy With Folic Acid, Vitamin B12, and Vitamin B6 on Clinical Outcome After Percutaneous Coronary Intervention. In: JAMA 288, 2002, S. 973–979.)

Entspannt im Alltag: Hektik und Stress im Berufs- oder Privatleben kann mitunter schwer auf der körperlichen sowie insbesondere auch auf der seelischen Gesundheit eines Menschen lasten. Psychische Belastungen schaden dabei nicht nur dem Wohlbefinden, sondern beschleunigen etwa auch den Alterungsprozess. Daher sollte man darauf achten, wann immer dies möglich ist, Stress zu entgehen bzw. zumindest einen Ausgleich für stressige Zeiten in den Alttag einzubauen. Das heißt konkret, Zeit dafür zu finden, sich zu entspannen, abzuschalten und auf andere Gedanken zu kommen. Tun Sie sich hin und wieder etwas Gutes. Nehmen Sie sich „Auszeiten“ für sich selbst bzw. ohne stressige Einflüsse. Vermeiden Sie wann, immer dies möglich ist, negativem Stress. Machen Sie regelmäßig Entspannungsübungen, um Stress abzubauen.

Gute Ernährung und ausreichend Vitalstoffe halten Körper und Geist gesund: Durch die richtige Ernährung und die Zufuhr von Nähr- und Vitalstoffen sorgen Sie dafür, dass Ihr Körper und Ihr Geist – unabhängig vom Alter – bestens mit den alltäglichen Herausforderungen klar kommen können. Es gilt: Ernähren Sie sich ausgewogen und essen Sie insbesondere viel Obst und Gemüse, das Ihnen Antioxidanzien bereitstellt. Nehmen Sie je nach individuellem Bedarf zusätzlich Nahrungsergänzungsmittel ein, welche Ihnen ganz gezielt wichtige Antioxidanzien liefern. Trinken Sie viel Grünen Tee. Vermeiden Sie soweit wie möglich Zucker und tierische Fette. Vermeiden Sie insgesamt, dass Übergewicht entstehen kann. Trinken Sie zudem Alkohol nur in kleinen Mengen und rauchen Sie nicht.