Wie Nervenzellen und Gehirn arbeiten

Ohne das Gehirn ist der Mensch nicht lebensfähig. Zusammen mit dem Rückenmark sowie dem peripheren Nervensystem bildet es das Nervensystem des menschlichen Organismus. Es reguliert die Grundeigenschaften des Lebens und steuert letztlich alle Funktionen des Körpers. Im Gehirn werden dabei über eine Unmenge an Nervenzellen Impulse gebildet, die über Nervenbahnen und das Rückenmark zu den Muskeln, Nerven oder Sensoren weitergeleitet werden, um dort dann unterschiedlichste Aktionen auszuführen. Über das Gehirn werden darüber hinaus die Funktionen der Organe gesteuert. Im zentralen Nervensystem beginnen dabei die Nervenbahnen von Sympathikus und Parasympathikus und beeinflussen durch ihre Aktivitäten beispielsweise die Verdauungsorgane, den Stoffwechsel oder die Atmung des Menschen. Über das Gehirn kommt es im Rahmen komplexer Prozesse über einen Rückkopplungsmechanismus zur Ausschüttung von Hormonen, die ihrerseits die Tätigkeiten von Organen und Drüsen beeinflussen.

Was das Gehirn braucht, um optimal zu funktionieren

Um leistungsstark und jederzeit effizient zu funktionieren, ist es wichtig, dass das Gehirn mit den richtigen Nährstoffen sowie mit ausreichend Sauerstoff versorgt wird. Eine umfangreiche Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen, wozu beispielsweise Vitamin E oder B-Vitamine zählen, ist elementar für die Aufrechterhaltung der normalen psychischen und neurologischen Funktionen des Organismus und unterstützt die Aktivitäten von Gehirn- und Nervenzellen. Neben der Aufnahme geeigneter Vitalstoffe ist die Versorgung mit ausreichend Energie ausschlaggebend für die Funktionsfähigkeit des Körpers. Die Energie ist dabei in Form von Glukose in Kohlenhydraten enthalten, welche durch die Nahrung aufgenommen wird. Diesbezüglich ist es empfehlenswert, den Tag bereits mit einem gesunden und ausgewogenen Frühstück, etwa mit Haferflocken und Vollkornbrot, zu beginnen, da hierdurch dem Gehirn viel Energie geliefert werden kann und die Energiespeicher aufgefüllt werden, die über Nacht aufgebraucht worden sind. Neben Kohlenhydraten spielen auch Eiweiße bzw. Proteine eine wichtige Rolle für den Ablauf der Gehirnfunktionen. Da sie ein wichtiger Teil der Botenstoffe des Gehirns sind und Informationen durch das Nervensystem befördern, sollten sie ebenfalls in ausreichendem Maß aufgenommen werden, um die Gehirnfunktionen optimal ablaufen zu lassen. Eiweiße sind dabei etwa in Milch- und Milchprodukten wie Käse oder Joghurt, in magerem Fleisch sowie in Hülsenfrüchten, Fischen oder Nüssen enthalten.

Was passiert, wenn die Versorgung und Funktion des Gehirns gestört wird?

Krankheiten und Alterungserscheinungen beeinträchtigen die Leistung des Gehirns: Durch unterschiedlichste Ursachen kann es dazu kommen, dass die Nervenzellen im menschlichen Gehirn nicht mehr ohne weiteres funktionieren und hierdurch Impulse nicht schnell genug übertragen werden. Ursache kann zum Beispiel eine verminderte Durchblutung des Gehirngewebes sein, in deren Folge Nervenzellen absterben. Auch kann es dazu kommen, dass Botenstoffe, die zwischen den Zellen transportiert werden, bei bestimmten Erkrankungen nicht in genügendem Maße vorhanden sind, sodass Beschwerden auftreten, etwa Konzentrationsstörungen, die ein weit verbreitetes Problem bei vielen Menschen darstellen.

Alltägliche Stressoren als Probleme: Alltäglicher Stress, das Tragen von Verantwortung und das Treffen von wichtigen Entscheidungen im Beruf, intensive gedankliche Anstrengungen: all das führt dazu, dass das Gehirn stark beansprucht wird und äußerst aktiv sein muss. Hierfür werden dann große Mengen gehirnaktiver Aminosäuren und anderer Vitalstoffe benötigt. Nur, wenn sie in ausreichendem Maße vorhanden sind, können klares Denken, gutes Erinnerungsvermögen, Konzentrationsfähigkeit, Kreativität und allgemein Begeisterung und Lebensfreude aufrechterhalten werden. Für eine ausreichende Versorgung des Gehirns und ein optimales Funktionieren ist dabei insbesondere eine ausgewogene und nährstoffreiche Ernährung bzw. eine ausreichende Zufuhr an Vitalstoffen notwendig.

Das Gedächtnis lässt nach: Wer kennt das nicht: Man wird nach seiner Geheimzahl für das Internetbanking gefragt, die einem partou nicht einfallen will. Man trifft einen alten Bekannten und kann sich einfach nicht mehr an dessen Namen erinnern. Oder man kommt vom Einkauf nach Hause und merkt, dass man das eine oder andere, was man unbedingt eingekauft haben wollte, vergessen hat. Solche Situationen sind vollkommen normal und betreffen fast jeden Menschen von Zeit zu Zeit, insbesondere wenn man sich bereits in einem fortgeschrittenen Lebensalter befindet. Häufen sich solche Vorfälle, beeinträchtigen sie die Lebensqualität und sorgen für Frust und Unsicherheit bei den Betroffenen. In Fällen über einen längeren Zeitraum wiederholt auftretender nachlassender Gedächtnisleistung ist es daher durchaus ratsam, einen Arzt zu konsultieren, um zu klären, ob etwa organische Ursachen wie eine beginnende Demenz- oder Alzheimer-Erkrankung vorliegen könnten. Wie zuvor bereits gesagt, ist aber längst nicht jeder Fall von (wiederholter) Vergesslichkeit krankhaft bzw. ein Hinweis auf eine Demenz oder Alzheimererkrankung. Oft handelt es sich auch „nur“ um ein zeitweises Nachlassen der Gehirn- bzw. Gedächtnisleistung. Ursache kann etwa eine aktuelle geistige Überforderung sein. Aber auch eine Unterforderung bzw. zu einseitige Belastung können das Gedächtnis negativ beeinträchtigen.

Was kann man tun, um Gehirn und Gedächtnis fit zu halten?

Das Gedächtnis trainieren: Gedächtnistraining kann die Leistungsfähigkeit des Gedächtnisses erhöhen. „Gehirn-Jogging“ etwa trainiert die Gedächtniskapazität spielerisch. Wichtig ist es vor allem, dafür Sorge zu tragen, dass einseitige Belastung und Nutzung verhindert werden und immer wieder neue Reize gesetzt werden. Wer beispielsweise im Beruf in erster Linie sein Abstraktionsvermögen sowie sein analytisches und strategisches Denken benötigt, sollte in seiner Freizeit entspannen und solche Aktivitäten durchführen, die einen Gegenpol zu diesen kognitiven Leistungen darstellen.

Gehirn und Gedächtnis mit natürlichen Vitalstoffen unterstützen und in Schwung bringen: Um dauerhaft leistungsfähig zu sein, benötigt das menschliche Gehirn Energie sowie bestimmte Fette und Aminosäuren, die aus der Nahrung gewonnen werden. Omega-3-Fettsäuren, Lecithin oder L-Tyrosin sind Beispiele für Stoffe, die für den Gehirnstoffwechsel von zentraler Bedeutung sind. Da nicht jeder Mensch diese in ausreichendem Maß über die normale Ernährung zu sich nimmt, kann es sinnvoll sein, diese in Form von geeigneten Nahrungsergänzungsmitteln zuzuführen, um die geistige wie auch körperliche Leistungsfähigkeit zu erhalten.