Die Bedeutung des Abwehr- & Immunsystems

Als „Immunsystem“ wird das biologische Abwehrsystem des menschlichen Organismus bezeichnet, das Gewebeschädigungen durch Krankheitserreger verhindern soll. Es entfernt in den Körper eingedrungene Mikroorganismen und Fremdstoffe und ist darüber hinaus dafür verantwortlich, fehlerhaft gewordene körpereigene Zellen zu zerstören. Dabei kann das Immunsystem auf ein komplexes System von Organen, Zellen und chemischen Molekülen zurückgreifen, die bei der Bewältigung der anfallenden Aufgaben zusammenarbeiten. Das Immunsystem hat dabei aus dem Grund eine so immense Bedeutung, da schädliche Mikroorganismen und Krankheitserreger, die in den Körper eindringen, zu Funktionsstörungen und Krankheiten führen können.

Störungen des Immunsystems

Mit fortschreitendem Lebensalter steigert sich die Anfälligkeit des Menschen gegenüber Krankheiten und anderen Störungen. Dies liegt vor allem daran, dass sich im Alter die Bildung von B- und T-Lymphozyten verringert. Darüber hinaus sind die Abwehrzellen insgesamt weniger aktiv, was zu einer generellen Schwächung der Immunabwehr führt. Abgesehen vom Altern gibt es aber auch weitere Faktoren, die die Funktion des Immunsystems schädigen und herabsetzen können.

Dazu zählen unter anderem
– eine starke gesundheitliche Beeinträchtigung durch Vorschädigung wie bei chronischen Erkrankungen,
– eine medikamentöse Immunsuppression, z.B. nach Organtransplantationen,
– Drogenmissbrauch (auch Missbrauch von Nikotin und Alkohol),
– eine mangelhafte Ernährung und eine damit verbundene Unterversorgung mit Vitaminen und Spurenelementen,
– eine ungesunde oder unausgeglichene Ernährung,
– die Aufnahme von Umweltgiften aus der Umgebung,
– zu wenig Schlaf,
– Bewegungsmangel sowie
– psychologische Faktoren wie Stress.

Wie bei allen biologischen Systemen ist auch das Immunsystem anfällig für Fehlfunktionen: So kann es etwa seine Fähigkeit verlieren, auf Erreger oder körpereigene Zellen auf adäquate Art und Weise zu reagieren. Hierbei kann es je nach Störung entweder zu einer zu schwachen bzw. gänzlich fehlenden Immunantwort kommen – oder aber im anderen Extrem zu einer zu starken Immunreaktion. Fehlen einzelne Bestandteile der Immunantwort bzw. funktionieren diese nicht korrekt, so kann das Immunsystem eingedrungene Krankheitserreger nicht mehr angemessen bekämpfen. Folge hiervon ist es, dass selbst solche leichteren Erkrankungen, die normalerweise fast vollständig harmlos verlaufen, lebensbedrohliche Verläufe annehmen können.

Eine weitere Problematik stellen die so genannten Autoimmunerkrankungen dar. Bei diesen kommt es dazu, dass das Immunsystem körpereigene Strukturen angreift.

Einige Beispiele für Autoimmunerkrankungen sind:
– Diabetes Typ I, verursacht durch Antikörper gegen Beta-Inselzellen der Bauchspeicheldrüse.
– Rheumatoide Arthritis, bei der es durch eine Immunreaktion zu einer Entzündung der Gelenkinnenhaut kommt.
– Multiple Sklerose, verursacht durch Antikörper gegen die Myelinscheide von Nervenfasern.
– Allergie/Heuschnupfen, bei denen das Immunsystem etwa die Fähigkeit verliert, auf fremde Eiweiße angemessen zu reagieren.

Möglichkeiten zur Stärkung des Immunsystems

Ein gesundes und kräftiges Immunsystem hilft einem jeden Menschen dabei, Krankheitserreger zu bekämpfen, sodass es entweder erst gar nicht zum Ausbruch einer Krankheit kommt oder zumindest Krankheitssymptome so gemildert werden, dass eine Erkrankung nur kurz oder nu recht harmlos verläuft.

Als Grundlage für ein gesundes Immunsystem gelten dabei etwa die folgenden Punkte:
– eine ausgewogene Ernährung des Menschen, die alle notwendigen Stoffe wie beispielsweise Mineralstoffe (besonders Eisen, Zink und Selen) und Vitamine enthält,
– ausreichend Schlaf;
– die Vermeidung von (chronischem) Stress;
– regelmäßige Bewegung und Sport,
– der Einfluss des natürlichen Lichts und
– regelmäßige Abhärtung, zum Beispiel durch Saunieren oder Kneippsche Güsse.
– Zudem wird darauf verweisen, dass insbesondere auch Methoden zur Stressbewältigung die Immunabwehr stärken können.